Seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen Betriebe die Arbeitszeit erfassen. Für das Büro gibt es dafür hundert Apps. Im Lager wird es schwieriger: Dort hat nicht jeder eine Firmen-Mail, niemand will sich mit Passwort am Handy anmelden, und Lizenzgebühren pro Kopf summieren sich schnell.
Chip auflegen, fertig
Die Lösung für junaspin ist bewusst einfach: Ein Tablet hängt an der Wand und läuft im Kiosk-Modus. Daneben steckt ein NFC-Leser, der sich wie eine Tastatur verhält – kein Treiber, keine Bastelei. Wer kommt, legt seinen Chip auf. Beim zweiten Mal fragt das Terminal: Pause oder Gehen? Für den Fall, dass der Chip zu Hause liegt, gibt es eine PIN.
Was dahinter passiert
- Urlaub, Krankmeldungen und Korrekturen laufen über Anträge mit Genehmigung
- Stundenkonto und Monatsabschluss rechnen automatisch
- Prüfungen nach dem Arbeitszeitgesetz warnen rechtzeitig
- der Lohnexport landet als fertige DATEV-Datei im Lohnbüro
Warum selbst gebaut?
Fertige Tools kosten bei 20 Leuten schnell mehrere hundert bis über zweitausend Euro im Jahr – jedes Jahr. Eine eigene Lösung gehört dem Betrieb, passt genau zum Ablauf im Lager und hat keine Mindestlaufzeit.
Aus dem Projekt wurde zeitkumpel
Was im Lager von junaspin im Alltag so gut funktionierte, habe ich zu einem eigenständigen Produkt weiterentwickelt: Heute läuft das System als zeitkumpel unter zeitkumpel.com ↗ – schlüsselfertig mit Kiosk-Terminal, RFID-Chips und automatischem DATEV-Lohnexport für Teams.
Und weil nicht jeder ein ganzes Lager ausstatten muss, ist zeitkumpel inzwischen auch für Einzelpersonen in Vertrauensarbeitszeit da: als einfache B2C-Alternative zur Excel-Tabelle, bei der Überstunden und Resturlaub automatisch mitrechnen – ganz ohne zerschossene Formeln.