Spät abends, nach einem langen Kundentermin, kam ich in der Ferienwohnung an, die ich für die Nacht gebucht hatte. Vor dem Schlafen wollte ich nur noch schnell ein paar wichtige Mails beantworten und Unterlagen sichten. Dafür brauchte ich nur eins: WLAN.
Die Klarsichthülle auf dem Tisch
Auf dem Tisch lag die Gästemappe, eine speckige Klarsichthülle. Darin das WLAN-Passwort: 24 Stellen, wild gemischt. Ich habe es Zeichen für Zeichen abgetippt. Verbindungsfehler. Noch einmal, ganz langsam. Wieder ein Verbindungsfehler.
Dann fiel mein Blick auf einen kleinen handschriftlichen Vermerk ganz unten auf dem Blatt: „Neuer Router im August 2023“. Das Passwort auf dem Zettel war also längst Geschichte – nur hatte es niemand ausgetauscht.
Um 1 Uhr nachts den Vermieter wecken?
Inzwischen war es kurz vor 1. Den Vermieter wegen eines WLAN-Passworts aus dem Bett klingeln? Peinlich und unangenehm, für beide Seiten. Also habe ich mich mit schlechtem Handyempfang durch die Mails gequält und mich geärgert.
Und irgendwann kam der Gedanke: Warum gibt es 2026 immer noch verstaubte Papierordner, die kein Vermieter aktuell halten kann?
So müsste es eigentlich sein
Warum gibt es keine Gästemappe, die der Gastgeber am Smartphone in 30 Sekunden aktualisiert? Und der Gast tippt sein Handy an einen schicken, 3D-gedruckten Puck auf dem Tisch oder scannt den QR-Code – und hat das WLAN sofort in der Zwischenablage und alle Hausregeln auf Deutsch oder Englisch.
Aus der Idee wurde Gastkumpel
Also habe ich angefangen zu bauen:
- die Software selbst programmiert: die Gästemappe fürs Handy und den Bereich, in dem Gastgeber ihre Mappen pflegen
- die Hardware im eigenen 3D-Drucker gefertigt: Pult, Platte und Puck
- Krypto-NFC integriert: Jeder Tap ist kryptografisch signiert

Heute ist Gastkumpel live unter gastkumpel.com. Und die zerfledderte Klarsichthülle? Die darf aussterben.
Aus der Idee wurde gastkumpel
Aus dem nächtlichen Frust ist ein eigenständiges Produkt geworden: Unter gastkumpel.com ↗ läuft die digitale Gästemappe heute live für Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Pensionen – inklusive 3D-gedrucktem Pult, Platte oder Puck mit unsichtbarem NFC-Chip.